Kanada

Das in Nordamerika gelegene Kanada beeindruckt alleine schon mit seinem Umfang: mit einer Fläche von fast 10 Millionen qkm ist das riesige Land fast so groß wie der gesamte Kontinent Europa, hat dabei aber nur rund 35 Mio. Einwohner.

Damit ist der Staat, der das Ahornblatt zu seinem nationalen Symbol erkoren hat, ungefähr 28 mal so groß wie Deutschland – hat aber nicht einmal halb so viele Einwohner!

Kanadas Wildnis lockt zum Abenteuerurlaub
Beeindruckende Landschaften machen Kanada zum idealen Urlaubsland (c) ID

Diese Zahlen sprechen für sich und verdeutlichen, dass dieses riesige Abenteuerland für unendliche viele Reisen taugt.

Natürlich kann man auch in Europa menschenleere Gegenden entdecken, am ehesten noch wenn man sich auf den Weg nach Island oder Skandinavien begibt. Aber Kanada ist einfach eine Dimension größer. Etwas mehr wie 3 Einwohner leben hier im Schnitt pro Quadratkilometer (!) was es zu einem der am dünnsten besiedelten Länder weltweit macht.

Neben den Mounties, den typischen Polizisten in roter Uniform mit typischem Hut ist es für einige Dinge bekannt, u.a. seine riesigen Nationalparks, exzellente Wintersportgebiete, Eishockey, die Niagarafälle, Seen, Wälder, Elche & Bären, Angler- und Kanuparadies, Ahornsirup, die faszinierende Kultur der First Nations, die zerklüftete Landschaft und die oft menschenleeren Strände seiner Küsten.

Die Liste lässt sich natürlich noch fortsetzen.

Wenn man bedenkt, dass die meisten Kanadier an der Grenze zu den USA wohnen wird klar, das weite Teile des Landes nahezu menschenleer sind. Die Kanadier stammen zu einem großen Teil von Einwanderern aus Großbritannien und Frankreich ab. Hinzu kommen Menschen aus anderen Ländern Europas wie Deutsche, Italiener, Niederländer, Osteuropäer sowie in jüngerer Zeit Chinesen, andere Asiaten und anderen weltweiten Herkunftsländern. Nicht zu vergessen die First Nations, die das Land schon vor allen anderen besiedelten. Die Traditionen der ursprünglichen Herkunft wird in Kanada übrigens oft weiter gepflegt, was das Land von anderen Einwanderungsländern unterscheidet.

Weite Teil des Landes gehören aber quasi auch heute noch der Natur und der heimischen Tierwelt. Und damit ist man schnell bei einigen Hauptmerkmalen Kanadas wie etwa die faszinierende Naturlandschaft mit ausgedehnten Wäldern, Gebirgen, große Seen so groß wie europäische Länder. Was man aber nicht vergessen sollte, sind die pulsierenden Metropolen wie Toronto, Montreal und Vancouver!

 

Urlaub zwischen Bergen, Wäldern, Seen und Ozeanen

In Kanada findet man noch wirkliche Ruhe und Erholung. Wenn man in Europa in die Natur oder an einen See fährt, dann hat man auf der Hinfahrt einen Stau und muss vor Ort nach Parkplätzen suchen. Verzichtbare Phänomene, die in Kanada eher Seltenheitswert haben !

Diese überwältigende Natur zwischen den Fjorden British Columbias, den Bergen der Rocky Mountains, der Prärie, den ausgedehnten Nadelwäldern, der arktischen Tundra und den Großen Seen an der Grenze zu den USA ist wohl der wichtigste Charakterzug Kanadas. Aber nur einer der vielen Gründe, warum Urlauber hierhin reisen sollten. Wer das Land besucht, der kann schon ins Schwärmen kommen.

Das erklärt vielleicht auch den Titel der kanadischen Nationalhymne „O Canada“.

Man trifft in Kanadas Natur nicht nur Elche, Biber, Karibus, Wölfe, Bären und Moschusochsen. Genauso seltene Meeresbewohner wie Wale und Seehunde. Im hohen Norden des Landes leben Eisbären und andere arktische Bewohner. Kanada ist sich dieser Ressourcen bewusst und schützt die Flora und Fauna des Landes in 44 Nationalparks und etlichen anderen ökologischen Reservaten und Schutzgebieten.

Im den Sommermonaten erwacht die Natur aus dem langen Winter. Beliebt sind dann Wohnmobiltouren, da man dann mobil die einzelnen Ecken des Landes erkunden kann. Andere, egal ob Einheimischer oder Urlauber, machen eine Kanutour am Yukon oder den anderen Strömen. British Columbia ist ein vielbesuchtes Reiseziel. Die dortige Metropole Vancouver ist bekannt als eine der eindrucksvollsten und schönsten Städte der Welt.

Insbesondere die Lage an der zerklüfteten Küstenlandschaft, unweit der Berge und der kurze Weg nach Vancouver Island sind Gründe für einen Besuch der Stadt. Ebenfalls das bunte Kulturleben seiner Einwohner mit den jährlich zahlreichen Events.

In dieser Region gibt es einige hochinteressante Wintersportorte. Besonders Whistler ist seit der Winterolympiade 2010 weltbekannt.

Das Klima im Westen des Landes ist besonders an der Küste relativ mild. So zieht es im Alter immer mehr Kanadier in den „wilden“ und „warmen“ Westen. Zwar ist das Wetter hier oft regnerisch, aber die strengen Winter der Prärieprovinzen gibt es hier nicht. In Victoria B.C. fällt nur selten Schnee und mit ca. 2.200 Sonnenstunden ist es hier auch recht sonnenreich.

 

Leuchtende Farben im Indian Summer

Ein besonderer Tipp ist ein Besuch der Provinzen Quebec, Nova Scotia und New Brunswick während der Zeit des Indian Summers. Hier legen sich dann leuchtend-kräftige Herbstfarben über die üppigen Wälder. Bei klarer Herbstluft und langem Sonnenschein zeigt sich eine idyllische Märchenwelt, die noch dazu von Europa aus in wenigen Stunden per Flugzeug erreichbar ist.

Nicht zu vergessen ist die größte Stadt Kanadas: Toronto.  Der CN Tower ist das Wahrzeichen der Stadt am Ontariosee. Von hier aus ist man nicht nur schnell in den USA, sondern auch an den bekannten Niagarafällen. Ontario ist die bevölkerungsreichste Provinz des Landes. Aber keine Sorge: nach europäischen Maßstäben immer noch dünn besiedelt. Hier befindet sich Ottawa, die Hauptstadt Kanadas. Die Regierungsbauten der Stadt am Parliament Hill prägen das Bild und den Charakter dieser Region als politisches Zentrum des Bundesstaats.

Auf den Spuren von Anne of Green Gables kann man auf Prince Edward Island, der kleinsten Provinz des Landes wandeln. Viel Natur aber auch weite Ebenen und Farmland findet man in den Prärieprovinzen: Manitoba, Saskatchewan und Alberta. In dieser Region befinden sich nicht nur riesige Farmen und die Kornkammer Kanadas, sondern auch reiche Erdöllagerstätten, die den Provinzen den wirtschaftlichen Reichtum bescheren.

Touristisch ist besonders Alberta interessant: gerne besuchte Nationalparks sind hier der Banff National Park und der Jasper National Park.

Weiter nördlich findet man das Yukon Territorium, die Nordwest-Territorien und Nunavut. Diese drei Gebiete sind zwar keine Provinzen, sondern Territorien haben aber mittlerweile in vielen Bereichen den gleichen Status wie diese. In Nunavut haben seit 1999 die Inuit eine weitreichende Autonomie. Hier im äußersten Norden sind die Winter besonders hart und die Besiedlung selbst für kanadische Verhältnisse äußerst gering.

 

Quebec – ein Stück Frankreich in Nordamerika

Lebendiger geht es dagegen im südlichen Quebec zu. Wer ein Stück Frankreich in Nordamerika entdecken möchte, der sollte diese interessante Provinz besuchen. Quebec hat als einzige Provinz Kanadas eine mehrheitliche frankophone Bevölkerung und nur Französisch als Amtssprache definiert. Die Québécois vertreten stolz ihre Kultur und pflegen ihre eigenen Traditionen als Frankokanadier.

Hin und wieder kommen auch schon einmal separatistische Tendenzen auf, aber letztlich haben entsprechende Abstimmungen in der Vergangenheit immer zum Verbleib Quebecs in Kanada geführt. Es folgten außerdem politische Zugeständnisse des kanadischen Bundes an die Provinzregierung.

Ein glücklicher Zufall ist in diesem Zusammenhang, dass der Name des Landes sowohl auf Englisch als auf Französisch „Canada“ ist.

In der Provinz Quebec befindet sich auch die Metropole Montreal, die 1976 Olympiastadt war. Die Skyline der Stadt ist beeindruckend und dient so manchem Regisseur als Kulisse für New York. Warum? Einfach, weil sich hier entspannter arbeiten und leben lässt. Aber nicht nur nach oben wächst Montreal: die Untergrundstadt (RÉSO bzw. La Ville Souterraine) sollte man ebenfalls besuchen.

Kleiner als Montreal ist die Hauptstadt der Provinz, Quebec-Stadt (Ville de Québec) am für Ostkanada so wichtigen Sankt-Lorenz-Strom. Mit seiner sehenswerten Altstadt und den intakten Festungsanlagen (einmalig in Nordamerika und seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO) ist es Anziehungspunkt für nordamerikanische Liebhaber des alten Kontinents. Ins Auge springt dem Besucher dabei das bekannte Château Frontenac und die pittoresken französischen Häuser. Französische Küche und Musik machen die Kulisse hier ziemlich europäisch.

Hier findet man Savoir-vivre und so mancher Kanadier und Amerikaner kommt hierher um Europa und Amerika gemeinsam an einem Ort zu erleben. Es gibt nur wenigen Stellen auf den beiden Kontinenten, wo dies so charmant gelingt wie hier.

Man merkt es schnell: Kanada ist nicht nur ein landschaftliches Naturparadies und Urlaubsland, sondern auch eine vielfältige Gesellschaft mit unterschiedlichen Kulturen und faszinierendem Metropolen.

Wir hoffen Ihnen dieses Land auf diesen Seiten etwas näher zu bringen und wünschen Ihnen einen schönen Urlaub in Kanada!

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