Alberta

Alberta ist die westlichste der Prärieprovinzen von Kanada und grenzt im Osten an Saskatchewan, im Westen an British Columbia, im Norden an die Nordwest-Territorien sowie im Süden an die USA (Montana). Landschaftlich ist diese Provinz ausgesprochen vielseitig, denn sie hat Anteil an den Rocky Mountains sowie an den weiten Prärielandschaften die bis nach Manitoba reichen.

alberta flagge
Flagge von Alberta

Wirtschaftlich gilt Alberta als wohlhabendste Provinz da sie traditionell über gute landwirtschaftliche Fläche verfügt und hier ausgedehnt Getreide- und Viehwirtschaft betrieben werden kann. Daneben verfügt die Provinz aber auch über reich Ölvorkommen, die zur wirtschaftlichen Blüte nicht unerheblich beitragen. Die Hauptstadt von Alberta ist Edmonton, größte Stadt ist aber Calgary, wo 1988 die Olympischen Winterspiele stattfanden.

Mit 661.848 qkm Fläche ist sie der sechstgrößte Bundesstaat Kanadas. Ungefähr 3,3 Millionen Menschen leben in dieser Provinz. Das entspricht etwas mehr als 5 Menschen pro Quadratkilometer. Die Zeitzone liegt -7 h zurück zur UTC-Zeit. Seit 1. September 1905 ist Alberta Teil Kanadas.

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Der Moraine Lake im Banff National Park.

In Alberta liegen eine größere Seen wie der Lake Athabasca, der immerhin fast dreimal so groß wie das Saarland ist. Außerdem der Lake Claire und der Lesser Slave Lake. Im südlichen Teil der Provinz dominieren landwirtschaftliche Betriebe (Ranch) mit Rinderzucht und Milchwirtschaft. Bekannt ist auch die Country-Music und Kultur aus der Region, die sich in Westernbars und Saloons erleben lässt.

Hier findet man für die Farmer erträgliche und fruchtbare Böden sowie Grünland, weiter im Südosten findet man die Badlands (Ödland), hier findet man Schluchten, die interessanten Landschaften um den Fluss Red Deer River und den Dinosaurier-Provinzpark.

Hier kann man auf den Spuren der frühen Erdgeschichte auch Fossilien entdecken.

 

Sehenswerte Nationalparks

Bekannte Nationalparks sind der Banff und der Jasper Nationalpark, die gerne auch von Urlaubern wegen ihrer landschaftlichen Schönheit, den Bergen, Wäldern und Seen besucht werden. Beide Parks besitzen außerdem Heiße Quellen, die ebenfalls eine Besonderheit darstellen.

Der Banff Nationalpark wurde bereits 1885 gegründet und ist damit der älteste des Landes. Zahlreiche Seen sind charakteristisch für den Park, wie etwa der Lake Louise, der Moraine Lake, der Johnson Lake oder der Peyto Lake.

Einen Besuch lohnte auch der kleine aber nette Ort Banff. Von hier aus kann man zu verschiedenen Erkundungstouren des Parks aufbrechen. Oberhalb des Ortes befindet sich der immerhin 2.285 m hohe Sulphur Mountain. Bekannt ist das Banff Springs Hotel, dass einem schottischen Schloß nachempfunden wurde.

Verschiedenen Canyons wie etwa Johnston Canyon oder der Mistaya Canyon sowie der Fluss Bow und Gletscher wie der Peyto-Gletscher sind ebenfalls prägend für den Park. Als eine der schönsten Fernstraßen gilt Icefields Parkway, der Banff mit Jasper verbindet.

Im Jasper Nationalpark findet man ebenfalls zahlreiche Seen wie der Maligne Lake, der Pyramid Lake (nahe dem Ort Jasper) und Horseshoe Lake. Beeindruckend ist auch der Athabasca-Gletscher, das Columbia-Eisfeld und die Athabasca Falls. Hier befindet sich auch mit dem Mount Columbia (3.747 m) der höchste Berg der Provinz und der zweithöchste Kanadas.

Weitere Nationalparks sind Elk Island (mit Bisons und seltenen Vögeln und Schwänen) und der Waterton Lakes (trockene Prärielandschaft).

Der Wood Buffalo Nationalpark ist der größte Nationalpark Kanadas und größer als die Schweiz und Luxemburg zusammen (!). Bereits seit 1983 ist der als Weltnaturerbe der UNESCO anerkannt und seit 2013 ein Lichtschutzgebiet. Hier im hohen Norden der Provinz lebt eine reiche Tierwelt mit Bären, Bisons, Elchen, Murmeltieren, Luchsen und den seltenen Schreikranichen.

Die Landschaft ist geprägt vom imposanten Flussdelta aus den Strömen des Peace, Slave und Athabasca. Hier gibt es zwischen den weiten Waldgebieten aus Mischwald und Koniferen außerdem einige idyllische Seen wie etwa den Lake Claire.

 

Wintersport und Sommererlebnisse

Das Klima ist kontinental in Alberta, Richtung Westen wird es etwas milder. Die Winter in Alberta sind kalt und schneereich, die Sommer kontinental und recht warm. Das trockene Klima begünstigt zahlreiche Sonnenstunden, insbesondere im Osten und Norden.

Die kalte Jahreszeit beginnt früh und bereits Anfang Oktober können erste Schneestürme aufkommen. Im Winter gibt es in Alberta einige attraktive Wintersportorte (wie etwa Marmot Basin) wo man Skifahren und Snowboard fahren kann. Der Schnee hat in Kanada eine besonders angenehme Schneebeschaffenheit, die einen Skiurlaub in Alberta zu einem besonderen Erlebnis für Europäer macht.

Aber auch im Sommer lohnt sich ein Besuch in Albertas Natur. Die Wälder und die Seen locken mit Wander- und Badevergnügen. Tief durchatmen kann man schnell außerhalb der Städte. Auch Biketouren und Kanufahrten bieten sich an, Angelfreunde kommen ebenfalls an den fischreichen Flüssen auf ihre Kosten.

Zwischen Calgary und Edmonton gibt es relativ häufig Hagel. Es kann in Alberta während der Saison aber auch zu Tornados kommen. Vor allem in den zentralen Regionen der Provinz, liegen gefährdete Zonen. Im Bereich der Rocky Mountains tritt am Anfang des Jahres der warme Wind Chinook auf, der Temperaturen im Winter kurzfristig bis 20 °C ansteigen lässt.

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