Manitoba

Die östlichste der kanadischen Prärieprovinzen heißt Manitoba. Die Provinz grenzt im Westen an Saskatchewan, im Osten an Ontario und im Norden das Nunavut Territorium. Außerdem hat es eine Staatsgrenze mit den USA (die US-Bundesstaaten North Dakota und Minnesota).

Der Name der Provinz ist abgeleitet vom riesigen Manitoba-See (mit ca. 4.700 qkm fast doppelt so groß wie Luxemburg), der sich auf dem Gebiet der Provinz befindet.

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Flagge von Manitoba

Die Amtssprache der Provinz ist Englisch, sie hat eine Fläche von ca. 647.797 qkm und nur ca. 1,3 Millionen Einwohner. Damit ist Manitoba wie ganz Kanada mit gut 2 Einwohnern pro Quadratkilometer sehr dünn besiedelt.

Die Zeitzone in Manitoba ist UTC -6, seit dem 15. Juli 1870 ist die Provinz Teil Kanadas.

 

Zahlreiche Seen prägen die Provinz

Landschaftlich werden weite Teile dieser Provinz von den zahlreichen und zum Teil sehr großflächigen Seen geprägt. Alleine der Winnipegsee bedeckt eine Fläche von ca. 24.400 qkm. Er ist der drittgrößte See Kanadas und zählt weltweit zu den 15 größten Seen. Durch den Nelson River hat der See eine Verbindung in die Hudson Bay. Durch das Wasserkraftwerk Jenpeg dient er auch der Stromerzeugung.

Wichtige Zuflüsse des Sees sind der Red River of The North, der Saskatchewan River, der Dauphin River, der Poplar River und der Winnipeg River.

Auch Manitoba ist wie die anderen Regionen der Prärie ein fruchtbares Farmland und hier werden Weizen, Kartoffeln, Flachs, Raps, Hafer und Sonnenblumen angebaut. Weiter nördlich (ab dem 51 Breitengrad) folgen umfangreiche Wälder mit Birken und Koniferen. Richtung Hudson Bay folgt die Tundra mit ihrer kargen Landschaft und strengen, langen Wintern.

Überhaupt ist das Klima durch die Entfernung zu den Ozeanen in der Provinz sehr kontinental mit heißen Sommern und kalten Wintern. Es fehlen schützende Gebirge und im Sommer kann es regelmäßig zu drückender Schwüle und Gewittern kommen. Das ist die Zeit, wo auch häufig Tornados entstehen.

 

Verschiedene Einwanderergruppen

Die Einwanderer kamen hauptsächlich von den Britischen Inseln aber auch aus Deutschland, daneben gibt es auch eine relativ große ukrainische Minderheit, die ihre eigenen traditionellen Feste feiert. Auch die weltweit größte isländische Gemeinde (unter anderem in New Iceland) außerhalb der Nordatlantikinsel lebt hier.

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Das Manitoba Legislative Building in Winnipeg

Der Anteil der indigenen Nationen und der Métis ist hier ebenfalls recht hoch. Immer noch sind einige kleinere Städte auch noch von deutschen Einwanderern geprägt. Neben den üblichen christlichen Gemeinden gibt es hier auch einige Anhänger der Hutterer und Mennoniten.

Oft begegnen einem deutsche Namen in Manitoba, einer der bekanntesten ist Edward Schreyer, der in seiner Amtszeit als Premierminister nachhaltig für Umweltschutz, die Zweisprachigkeit und Frauenrechte eintrat.

Englisch fungiert als Amtssprache. Auch die französische Sprache hat hier eine gewisse gesetzliche Verankerung (dies ist auf den Manitoba Act von 1870 zurückzuführen), so werden zum Beispiel Gesetze auch auf Französisch veröffentlicht und auch im Provinzparlament ist es zugelassen.

 

Winnipeg und Nationalparks

Hauptstadt und größte Stadt ist Winnipeg, weitere größere Städte sind Brandon, Thompson, Portage la Prairie, Steinbach und Selkirk.

Winnipeg liegt am Zusammenfluss von Red River und Assiniboine River. Die Stadt zählt im Winter zu den kältesten Städten der Welt.

Sie hat zu jeder Jahreszeit aber eine Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie etwa das Manitoba Museum und die Winnipeg Art Gallery, dazu einige schöne weitläufige Parks (wie der Central Park mit einigen historischen Gedenkstätten), Einkaufzentren (Polo Park oder das Garden City Shopping Centre) und Theater (wie das Manitoba Theatre Centre, die Centennial Concert Hall und das Pantages Playhouse).

Auch finden das ganze Jahr über interessante Veranstaltungen statt, wie etwa das Winnipeg Folk Festival. Auch kann man von hier aus das Seensystem um den Winnipegsee besuchen. In der NHL ist die Stadt durch die Winnipeg Jets vertreten, diese spielen ihre Heimspiele im MTS Centre.

Bekannte Nationalparks die besucht werden können sind der Riding-Mountain-Nationalpark (waldreicher Park mit Elchen, Bisons, Wölfen und Schwarzbären sowie archäologischen Artefakten) und der Wapusk-Nationalpark (an der Hudson Bay mit polarer Prägung und Eisbären, Robben und Walen).

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