Nova Scotia

Die Atlantikprovinz Nova Scotia ist besonders in den letzten Jahren auch bei deutschsprachigen Urlaubern, aber auch Auswanderern nach Kanada ins Interesse gerückt. Einziger Nachbar auf dem Landwege ist die im Westen angrenzende Provinz New Brunswick. Hauptstadt und größte Stadt ist Halifax, die interessante Metropole mit großem Hafen und moderner Skyline am Atlantik.

die flagge von nova scotia in kanada
Flagge von Nova Scotia

Weitere wichtige Städte sind unter anderem Dartmouth, Lunenburg, Bedford, Truro, Liverpool und Chester. Der größte Teil der Provinz macht die gleichnamige Halbinsel aus, dazu kommen mehrere kleinere und größere Inseln wie etwa die landschaftlich reizvolle Cape-Breton Insel.

Mit ca. 55.284 qkm ist Nova Scotia nach Prince Edward Island die flächenmäßig kleinste Provinz von Kanada. Mit ca. 914.000 Einwohnern ist es für kanadische Verhältnisse aber relativ dicht besiedelt. Die Region um Halifax ist das größte regionale Zentrum nördlich von Boston und östlich von Quebec.

Die Bevölkerung von Nova Scotia stammt hauptsächlich von den britischen Inseln ab. Daneben gibt es auch ca. 18 % frankophone Akadier. Ferner leben hier auch noch indigene Gruppen wie die Mi’Kmaq-Indianer. Weitere Länder aus denen die Menschen in dieser Provinz abstammen sind zum Beispiel Deutschland, Niederländer, Polen und Italiener.

 

Weltweit gefragt: Hummer aus Nova Scotia

Seit dem Krieg von 1812 (Zweiter Unabhängigkeitskrieg) lebt auch einen nennenswerte Zahl von Afroamerikanern hier. In den letzten Jahren kamen auch zahlreiche Asiaten und Afrikaner in die Provinz.

Amtssprache ist Englisch, in einigen Orten hört man auch gehäuft das akadische Französisch und andere Minderheitensprachen. Eine Variante ist im Norden der Provinz die kanadisch-gälische Sprache, die in den letzten Jahren wieder vermehrt zu hören ist. Die meisten Menschen in Nova Scotia sind christlichen Glaubens, hauptsächlich protestantisch und katholisch.

fischerboote nova scotia
Hummerflotte im Hafen von Yarmouth in Nova Scotia

Wirtschaftlich ist die Situation wie in den anderen Atlantikprovinzen nicht immer leicht gewesen. Die Provinz lebt heute von Holzwirtschaft, der Landwirtschaft (Ackerbau, Obstanbau), Fischerei (insbesondere der Hummer aus Nova Scotia ist eine beliebte Delikatesse und wird weltweit exportiert) und Dienstleistungen wie dem Tourismus.

Nova Scotia ist außerdem eine der wenigen Regionen in Kanada, wo Wein angebaut werden kann.

 

Indian Summer und Sehenswürdigkeiten

Halifax ist über einen internationalen Flughafen auch von Deutschland aus Non-Stopp erreichbar. Bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt sind der Uhrturm (Old Town Clock), das Province House (Parlament der Provinz), das Maritime Museum of the Atlantic (widmet sich unter anderem der Halifax Explosion und dem Untergang der Titanic, die 1912 in der Nähe der Halbinsel gesunken ist) und natürlich die Zitadelle (Fort George).

Bekannte Parks sind der viktorianische Halifax Public Garden und Point Pleasant Park. Purdy´s Wharf und einige andere Gebäude bilden die Skyline der Stadt.

Eine Besuch ist auch die Art Gallery of Nova Scotia wert. Ansonsten gibt es hier herrliche Strände und in der Umgebung einen faszinierenden Indiam Summer (startet meist Mitte September und geht bis Ende Oktober) mit lechtenden Herbstfarben zu entdecken.

Bekannte Universitäten sind hier die Dalhousie University und die Saint Mary´s University. Von hier aus ist man auch schnell in Peggy´s Cove, einem kleinen und hübschen Fischerort, der mit seinem Leuchtturm die Hauptattraktion den Lighthouse Trails ist. Der Leuchtturm wird gerne als Werbemotiv verwendet und zählt zu den am meisten fotografierten Sehenswürdigkeiten im atlantischen Kanada.

Etwas besonderes ist auch die Stadt Lunenburg, die mit ihren historischen Holzhäusern und Kapitänsvillen seit 1995 ein erklärtes UNESCO Weltkultererbe bereithält. Der Ort ist bekannt für seine Werften und einige bekannte Schiffe wurden hier hergestellt wie etwa die Bluenose oder die HMCS Rose. Die Bluenose II dient heute für Schiffsfahrten im Atlantik, sehenswert ist auch das Fisheries Museum of the Atlantic.

Auch die Nationalparks Kejimkujik (mit zahlreichen Seen, Flüssen, weißen Sandstränden und reichlich Wald sowie seltenen Küstenvögeln und Wildtieren. Der Park ist auch als Lichtschutzgebiet ausgewiesen.) und Cape-Breton-Highlands (mit Wasserfällen, Bergen und Tälern, Wald, schroffer Felsenküste und Tundra sowie Elchen, Bären und Walen) sind beliebte Reiseziele.

Viele Menschen sind begeistert von den Wäldern und idyllischen Seen der Provinz, sowie der noch sehr authentischen Cape-Breton Insel.

Menschen, die den rauen Atlantik lieben, werden sich hier wohl fühlen. Nova Scotia bietet unzählige Buchten, Fischerorte und Inseln.

Auch das Klima ist hier relativ mild (vom Golfstrom und Atlantik beeinflusst), die Sommer lang und die Winter nicht zu kalt. Leuchtend aber manchmal kurz ist der Herbst, der Touristen aus ganz Nordamerika in die Provinz lockt.

Allerdings kann Nova Scotia aufgrund seiner exponierten Lage als Halbinsel im Atlantik von den Ausläufern der Hurrikans aufgesucht werden. Überhaupt kann das Wetter hier sehr wechelhaft, stürmisch und nebelig sein.

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