Nunavut

Die jüngste staatliche Verwaltungseinheit von Kanada ist das Nunavut Territorium. Es wurde erst am 1. April 1999 gegründet, vorher war es Teil der Nordwest-Territorien. Mit See- und Meeresflächen sowie zahlreichen größeren Inseln und kleineren Eilanden nimmt es ein riesiges Areal ein und bedeckt einen Großteil der kanadischen Arktis.

nunavut flagge
Flagge von Nunavut

Die Hauptstadt von Nunavut ist Iqaluit, sie liegt auf der Baffin-Insel (Qikiqtaaluk), der größten Insel Kanadas. Von hier aus kann man Reisen in den den Sylvia-Grinnell-Territorialpark und den Katannilik-Territorialpark sowie den Qaummaarviit-Geschichtspark unternehmen.

Größtes Territorium Kanadas

Mit einer Fläche von 2.093.190 qkm ist es das größte Territorium und flächenmäßig auch deutlich größer als die größte kanadische Provinz, Quebec. Amtssprachen sind neben Englisch und Französisch auch Inuktit und Inuinnaqtun, die Sprachen der Inuit.

Nunavut grenzt im Westen an die Nordwest-Territorien, im Süden an Manitoba. Im „Vierländereck“ trifft es außerdem auf Saskatchewan. In der Hudson Bay trifft es auf die Provinzen Ontario und Quebec, während es im Norden in der Davisstraße, der Baffin Bay und der Naresstraße eine Grenze mit Grönland hat.

Nur knapp 32.000 Menschen leben auf dem riesigen Gebiet. Ungefähr 25.000 Bewohner zählen zu der Gruppe der Inuit, die mit dem der Einrichtung des Territorium Nunavut mehr Autonomie erhalten haben. Die Bevölkerungsdichte von 0,1 Einwohnern pro Quadratkilometer ist eine der niedrigsten weltweit.

iqaluit, die hauptstadt von nunavut
Blick über das verschneite Iqaluit

Iqualuit ist mit ca. 7.000 Bewohnern die größte Siedlung, es folgen Rankin Inlet, Arviat, Baker Lake, Cambridge Bay und Igloolik. Immer noch leben die Inuit auch in Kanada unter dem Standard der durchschnittlichen Bevölkerung des Landes.

Durch verschiedene Programme versucht man dem Entgegenzuwirken und den Lebensstandard zu erhöhen und die Infrastruktur und Erwerbsmöglichkeiten zu verbessern. In Nunavut sind zwei Ministerien für besondere Kulturfragen zuständig, nämlich das Ministerium für Erziehung und das Nunavut Arctic College sowie das Ministerium für Kultur, Sprache, Älteste und Jugend.

Aufgrund der Beschaffenheit des Landes, des arktischen Klimas (im Januar liegt die Durchschnittstemperatur bei -20 °C) und der kulturellen Gegebenheiten ist die Entwicklung des Territoriums nicht einfach und geschieht in vielen Bereichen sehr langsam.

Die Versorgung erfolgt in den abgelegenen Gebieten während der Sommermonate oft mit dem Schiff und dem Wasserflugzeug.

Neben den niedrigen Temperaturen sind häufig starke arktische Winde (mit Schneestürmen und Blizzards) vorherrschend, sowie im Winter lange und dunkle Nächte. In den Nationalparks aber auch außerhalb dieser findet man eine interessante Tierwelt, wie etwa Herden von Karibus und Moschusochsen. Außerdem trifft man Polarfüchse, Polarhasen, Wölfe, Vielfraße und Eisbären an.

 

Natur und Nationalparks

Verschiedene Walarten, Robben und Walrosse sind ebenfalls heimisch in den Gewässern Nunavuts. Seltene Vögel wie verschiedene Falkenarten und das Alpen-Schneehuhn sind ebenfalls durch Nationalparks geschützt.

Die Natur ist wenn sie nicht mit Eis und Schnee bedeckt ist recht karg. Im kurzen Sommer findet man arktische Flechten Mose und Gräser.

Das Territorium hat immense Bodenschätze auf seinem Gebiet befinden sich reiche Vorkommen an Erdöl, Erdgas aber auch Silber, Blei und Zink.

Auch der Tourismus wird kontinuierlich gefördert und aufgebaut, wird jedoch gehemmt durch die Lage des Territoriums außerhalb der touristischen Hauptwege. Genau dies ist aber auch einer der Vorteile, denn die Natur ist hier in weiten Teilen noch unberührt und wild.

Daneben werden auch Inuit-Kunstobjekte verkauft und führen bei manchen Familien zu einem erträglichen Zusatzeinkommen. Die Region ist aber stark von Zuschüssen von der kanadischen Regierung angewiesen.

Nationalparks auf dem Gebiet von Nunavut sind der Auyuittuq-Nationalpark, Quttinirpaaq-Nationalpark, Sirmilik-Nationalpark und der Ukkusiksalik-Nationalpark.

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