Ontario

Die Provinz Ontario ist eine der beliebtesten Regionen für Reisende in Kanada. Dies liegt vor allem an Städten wie Ottawa, der kanadischen Hauptstadt, sowie Toronto, der größten Stadt Kanadas.

Doch auch die Natur der Provinz ist absolut sehenswert: Jährlich ziehen die weltberühmten Niagarafälle, der Lake Superior sowie auch der malerische Algonuin Provincial Park Urlauber aus aller Welt an.

ontario flagge
Flagge von Ontario

Dabei stellt der Algonquin Provincial Park nicht nur den ältesten und größten, sondern auch den berühmtesten Naturpark des Landes dar. Er bietet weite Wälder, tausende Seen und Felswände sowie Elche, Bären, Wölfe und eine große Biberdichte. Wander- und Kanutouren sind hier sehr beliebt.

Der Name der Provinz, „Ontario“, stammt aus der Sprache der dort heimischen Iroquoian Indianer und heißt übersetzt so viel wie „schimmerndes Wasser“, was sehr passend zu den großen Seen Ontarios, wie beispielsweise dem Lake Ontario, erscheint.

Amtssprache ist Englisch, seit 1. Juli 1867 ist Ontario ein Teil Kanadas. Aufgrund der Größe der Provinz sind verschiedene Klimazonen vorhanden. Während der Norden bereits subpolar ist, ist der Süden gemäßigt bis kontinental. Die Winter sind in der Regel lang und je nach Region schneereich, die Sommer können auch sehr warm werden. Im Bereich der Großen Seen wird das Klima abgemildert, der äußerste Süden ist ein Schwerpunktgebiet beim Auftreten von Tornados in Kanada.

Ontario ist mit einer Fläche von knapp 1,1 Millionen qkm die zweitgrößte kanadische Provinz und damit größer als Spanien und Frankreich zusammen. Insgesamt befinden sich in der Provinz mehr als 250.000 Binnengewässer und Seen. Ontario ist die bevölkerungsreichste Provinz von Kanada. Auf die Fläche gesehen, ist die Bevölkerungsdichte aber immer noch im Durchschnitt sehr gering. Auch hier sind weite Teile in der Nordhälfte der Provinz nahezu unbewohnt.

Etwa 20% der Provinz sind von Wasser bedeckt, weiterhin stellen die fünf großen Seen, welche unter der gemeinsamen Verwaltung von den Vereinigten Staaten der USA und Kanada stehen, das größte zusammenhängende Süßwasserreservat der Welt dar.

 

Unterwegs in Toronto – der größten Stadt in Kanada

Toronto wird häufig für die Hauptstadt Kanadas gehalten, weil die Metropole die größte Stadt des Landes ist. Toronto ist zwar nicht die Hauptstadt Kanadas, dafür aber immerhin die Hauptstadt der Provinz und gleichzeitig das wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Das Stadtbild zeigt sich sehr abwechslungsreich: Es ist geschäftig, aber malerisch am schönen Lake-Ontario gelegen sowie von vielen Flüssen, grünen Parks (wie der High Park) und Bächen durchzogen.

Natur und Tierwelt schließen sich in dieser Metropole nicht aus. Wer sie beobachten will, der kann hier die Allan Gardens (Botanischer Garten) oder den Toronto Zoo besuchen.

Viele Reisende, welche die Metropole das erste Mal besuchen, sind erstaunt, wie sauber die Stadt trotz ihrer Größe ist, auch die Kriminalitätsrate hält sich im Vergleich zu den us-amerikanischen Metropolen in Grenzen.

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Herbstliche Skyline von Toronto (c) rgbspace / Fotolia.

Dabei sind die verschiedenen Viertel außerhalb des Zentrums noch stark von den unterschiedlichen Einwanderergruppen geprägt. China Town, Little Italy und der bunte St. Lawrence Market mit seinen griechischen, indischen, karibischen und afrikanischen Spezialitäten runden das Bild ab.

Der Name dieser Stadt hat indianischen Ursprung: Sie wurde von den Huron-Indianern so benannt und bedeutet übersetzt so viel wie „Treffpunkt“ – etwas, das diese Millionenstadt ganz sicher ist.

Die Millionenstadt zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass ein Großteil der wichtigsten kanadischen Industrien sich hier niedergelassen haben. Darüber hinaus ist die Stadt bekannt für ihr breites Angebot an Kunst, Kultur und Unterhaltung: Die Stadt besitzt eine Vielzahl an Theatern, Opernhäusern, Nachtclubs, Discotheken, Konzerthäusern, Restaurants und Pubs mit Livemusik.

Vor allem die Vorstädte der City, welche sich im Jahr 1998 zur sogenannten Municipality of Metropolitan vereinten, haben sich in den letzten Jahren zu einer hippen, urbanen Szene entwickelt. Die „Metro“, wie diese Außenbezirke genannt werden, setzen sich unter anderem aus den Städten North York, Etobicoke und Scarborough zusammen.

In der Metropole ist darüber hinaus die zweitgrößte Börse des Nordamerikanischen Kontinents zu Hause: Die Stock Exchange gilt als eines der bedeutendsten Finanzzentren der Welt. Darüber hinaus ist die Stadt bekannt für die florierende Automobilbranche. Neben Detroit in den USA ist die City auch hier Vorreiter in ganz Nordamerika.

Wer Kunst und Kultur liebt, ist hier in jedem Fall genau richtig. Die Szene ist schnelllebig, abwechslungsreich und bietet etwas für jeden Geschmack. Galerien gibt es hier ebenso wie verschiedene Museen, Kunsthäuser und vieles mehr.

Toronto ist das ganze Jahr über einen Besuch wert und wird nie langweilig. Auch Sportbegeisterte werden sich hier wohlfühlen, denn die Stadt hat zahlreiche bekannte Sportteam zu bieten wie die Toronto Maple Leafs (Eishockey), die Toronto Raptors (Basketball), die Toronto Blue Jays (Baseball) und die Toronto Rock (Lacrosse).

Andere bekannte Events sind das Toronto International Film Festival, das Volksfest International Caravan, die Canadian International AutoShow, die Pride Week und das Jazz Festival. Weihnachtsfans sollten sich dagegen die Toronto Santa Claus Parade anschauen!

Wer der Hektik der Millionenstadt entfliehen möchte – und genau das macht die Stadt so besonders! – braucht sich nur in die Außenbezirke zu begeben, um schnell den Lake-Ontario zu erreichen. Von dort aus hat man die Möglichkeit, mit Fähren weiter zu verschiedenen kleinen Inseln zu fahren, auf denen man eine idyllische Ruhe genießen kann.

Die vorgelagerten Toronto Islands bieten wunderschöne Wanderwege und herrliche Aussichten auf die Millionenmetropole.

Ein guter Tipp: Abends zeigt sich die Skyline der Stadt von den Inseln auf dem See besonders eindrucksvoll. Darüber hinaus befindet sich auf einer der Inseln das älteste Bauwerk der Stadt, der Gibraltar Point Lighthouse.

Sehenswürdigkeiten und weitere Highlights

Toronto ist eine Stadt mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, deshalb sollte man genügend Zeit für einen Besuch einplanen.

Um sich zunächst einmal einen Überblick über die Metropole zu verschaffen, ist ein Besuch auf dem CN Tower ideal. Der Funkturm ist mit einer Höhe von rund 553 Metern das höchste freistehende Gebäude der Erde und bietet von mehreren Aussichtsplattformen, einem Drehrestaurant sowie einem Observatorium einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt.

Darüber hinaus befinden sich im CN Tower sogar ein Kino und verschiedene Shoppingmöglichkeiten.

Geschichtsliebhaber sollten darüber hinaus das Historic Fort York nicht versäumen. Es liegt im Westen der Innenstadt und ist am einfachsten über die Fleet Street zu erreichen, welche sich etwas westlich von der Bathurst Street befindet.

Hier wurde die Stadt Toronto einst im Jahre 1793 gegründet, weiterhin war das Historic Fort York im Jahre 1813 Schauplatz der legendären Schlacht um York.

Wer möchte, kann an einer geführten Tour teilnehmen und auf dieser mehr über die Geschichte des imposanten Bauwerks erfahren, weiterhin finden in den Sommermonaten mehrmals täglich militärische Show-Paraden statt.

Kulturliebhaber werden das Royal-Ontario-Museum lieben. Es ist das größte Museum Kanadas und beinhaltet auf insgesamt fünf Etagen verschiedene Themenbereiche wie Kunst, Tierwelt, Technik, Naturwissenschaft, Dinosaurier oder Archäologie. Außerdem erfährt man hier mehr über die Kultur der First Nations.

Wer sich dagegen eher für Kunst interessiert, sollte der Art Gallery einen Besuch abstatten. Es zählt zu den größten Kunstmuseen auf dem nordamerikanischen Kontinent und beherbergt knapp 25.000 Exponate aus kanadischer und europäischer Kunst verschiedenster Epochen.

Wer sich für Wissenschaft allgemein interessiert, der kann auch das Ontario Science Center besuchen. Es befindet sich nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt. Eishockey ist der Nationalsport der Kanadier, kein Wunder also, dass es in dieer Stadt eine Hockey Hall of Fame gibt.

Rund um das Royal Alexandra Theatre findet man ferner noch den Canada´s Wald of Fame, der in mehreren Straßenzügen wichtige kanadische Persönlichkeiten ehrt.

Wer in dieser Stadt ein paar Tage verbringt, hat Gelegenheit, die lebendige Metropole von einer ganz anderen Seite kennenzulernen: Das Nachtleben der Millionenstadt ist quirlig, bunt und vielseitig. Nicht umsonst nennt man die City auch die „Hauptstadt des Entertainment“ in Kanada, da es von Theatern über Kinos bis hin zu Musikclubs für jeden Geschmack etwas Passendes gibt.

Konzerte internationaler Musiker finden meist in der großen Roy Thomson Hall statt.

Der Entertainment District befindet sich im Zentrum der City und zieht sich durch die Spadina Avenue, die Queen Street West, die Queens Quay West und die Yonge Street. Hier erwartet Besucher ein breites Angebot an Restaurants, Bars, Clubs, Cafés, Pubs, Discotheken und Theater.

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Das Kitchener-Waterloo Oktoberfest ist das größte seiner Art in Nordamerika

Wer Toronto besucht, der sollte auch bei Interesse einen Tagesausflug ins nahe Kitchener machen. Die Stadt hieß bis 1916 „Berlin“ und ist bis heute eine der präsentesten Städte der Deutschkanadier. Landesweit bekannt ist die Stadt für ihr Oktoberfest (Kitchener-Waterloo Oktoberfest mit „German Gemütlichkeit“ und Onkel Hans-Maskottchen) und den Christkindlmarkt.

Ottawa – Ein Streifzug durch die Hauptstadt Kanadas

Ottawa, die Hauptstadt Kanadas befindet sich nahe des malerischen St. Lawrence River und wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts als kleiner Ort „Baytaun Logger“ gegründet. Erst später, im Jahre 1854, gab man der Stadt den Namen Ottawa. 13 Jahre später ernannte man sie schließlich zur Hauptstadt, wenngleich sie nur die viertgrößte Stadt Kanadas ist.

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Das kanadische Parlamentsgebäude in Ottawa (c) hstiver / Fotolia.

In der Stadt leben rund 1,1 Mio. Menschen auf einer Fläche von etwa 4.710 km². Dennoch ist die City keinesfalls eine graue Betonwüste, sondern vielmehr eine abwechslungsreiche und sehr grüne Stadt mit vielen Parks, Blumengärten, alten Bäumen und vielen Flüssen, die im Winter zum Schlittschuhlaufen einladen.

 

Wichtige Sehenswürdigkeiten in Ottawa entdecken

Der Parliament Hill ist nicht nur der Hauptsitz der Regierung Kanadas, sondern gleichzeitig auch Veranstaltungsort für viele Open-Air-Festivals. Besondere die Feierlichkeiten am Canada Day sind immer einen Besuch wert.

Für Reisende ist hier vor allem die täglich stattfindende Wachablösung sehr interessant anzusehen, die mit einer farbenfrohen Show aus Lichtern und Musik untermalt wird. Vor allem in der Weihnachtszeit ist diese Show ein besonders festliches Highlight.

Sehenswert ist auch die Parlamentsbibliothek, die Centennial Flame und Kathedralbasilika Notre Dame.

Weiterhin sollte man sich Zeit nehmen, den Rideau Canal zu besuchen. Er ist das einzige Weltkulturerbe der UNESCO in ganz Ontario und eine rund 200 m lange Wasserstraße, deren Schleusen auch einige Jahrhunderte nach dem Bau noch manuell bedient werden. Im Winter kann man mit den Einheimischen auf dem Kanal Schlittschuhlaufen!

Zu den wichtigsten Museen in der Stadt zählt das Canadian War Museum, welches seinen Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Stadt bietet. Hier kann man verschiedenste Exponate aus der langen militärischen Geschichte Ottawas besichtigen, die aus unterschiedlichen Epochen der Vergangenheit stammen.

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Blick in die Innenstadt von Ottawa

Für Kunstliebhaber lohnt sich ein Besuch in der National Gallery of Ottawa, welche die größte Sammlung nationaler Kunst beherbergt, aber auch stetig wechselnde internationale Ausstellungen zeigt.

Wer klassische Musik schätzt, sollte sich nach Auftritten des National Orchestra informieren oder auch eine Show der Royal Ballet Company besuchen.

Um sich eine kurze Pause vom Sightseeing zu gönnen, bieten sich die herrlich grünen Parks der Stadt an. Ein guter Tipp ist der größte Gatineau Park, der sogar über mehrere Radwege, einen Pool und mehrere Picknickplätze verfügt.

Insgesamt darf man sich auf eine bunte Stadt freuen, die für jeden Besucher etwas Passendes bietet.

Das Nachtleben der Stadt ist ebenfalls quirliger, als man in der repräsentativen Stadt zunächst vermuten mag.

In der Altstadt, wo sich noch viele Bauwerke aus den vergangenen Jahrhunderten befinden, haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Clubs, Bars, Restaurants, Pubs, Discotheken und Nachtclubs entwickelt, so dass man sich auf eine abwechslungsreiche Abendgestaltung verlassen kann.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten und Nationalparks in Ontario

Nach Toronto ist Ottawa die größte Stadt von Ontario, es folgen die Städte Mississauga, Hamilton, Brampton und London. Die Bevölkerung Ontarios stammt zum größten Teil von den britischen Inseln, aber auch aus Frankreich, Deutschland, Italien und China ab. Eine kleine Gruppe von Angehörigen der First Nations sind hier ebenfalls anzutreffen.

Obwohl hier auch große Städte liegen gibt es auch einige sehr imposante Nationalparks wie der , der Georgian-Bay-Islands-Nationalpark an der Georgsbucht, den Point-Pelee-Nationalpark am Eriesee (mit dem südlichsten Punkt Kanadas bezogen auf das Festland), der Bruce-Peninsula-Nationalpark, den Pukaskwa-Nationalpark im Norden des Oberen Sees sowie den St.-Lawrence-Islands-Nationalpark (UNESCO Biosphärenreservat) im Bereich der Thousand Islands (genau genommen sind es 1793 Inseln).

Kurzum: Ontario begeistert nicht nur mit interessanten Städten, sondern auch einer erstaunlichen landschaftlichen Vielfalt und Natur.

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