Prince Edward Island

Prince Edward Island (oft auch kurz PEI genannt) ist die kleinste Provinz von Kanada. Mit einer Fläche von 5.660 qkm ist die Insel im Atlantik etwa doppelt so groß wie Luxemburg. Sie liegt nördlich von Nova Scotia im südlichen Sankt-Lorenz-Golf.

prince edward island flagge
Flagge von Prince Edward Island

Im Südwesten befindet sich New Brunswick, welches ebenfalls wie PEI und Nova Scotia zu den kanadischen Seeprovinzen (engl. The Maritimes) zählt.

Da Prince Edward Island im Sommer eine blühende Natur aufweist wird die Insel auch gerne der „Garten des Golfs“ genannt.

Wirtschaftlich lebt man hier im saisonalen Wechsel von Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus.

Die Insel hat sehr attraktive und lange Sandstrände, an denen man im Sommer gemütlich entlang wandern oder baden kann. Hinzu kommen attraktive Dünenlandschaften, Sandsteinfelsen und pittoreske Leuchttürme sowie herrliche Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge.

Diese Szenerie vermittelt ein Gefühl besonderer Romantik und das ganze in einer Region, die im Vergleich zu ähnlichen Sehenswürdigkeiten in Europa nicht überlaufen ist.

 

Grünes Farmland im Spiel der Jahreszeiten

Im Landesinnern findet man saftiges Farmland mit Mais, Kartoffeln und Erdbeerfeldern. Die Hauptstadt von Prince Edward Island ist die hübsche Hauptstadt Charlottetown.

Weitere größere Städte sind Summerside, Stratford und Cornwall. Das Klima auf der sichelförmigen Insel bietet die volle Bandbreite der Jahreszeiten. Die Sommer sind mild und können angenehm warme und sonnenreiche Tage hervorbringen. Im Vergleich zum kanadischen Festland sind die Winter ebenfalls mild, aber können durchaus schneereich sein.

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Schneereicher Winter in Charlottetown

Der Frühling ist zwar relativ kurz und weicht schnell dem Sommer, aber in dieser Jahreszeit merkt man das Aufblühen der Natur nach dem meist langen Winter. Auch auf Prince Edward Island kann man im Herbst den Indian Summer erleben, wenn auch nicht so imposant wie in den dichten Wäldern der Festlandprovinzen.

Seit dem 1. Juli 1873 ist die Prince Edward Island ein Teil der kanadischen Föderation, die Amtssprache ist Englisch. Nachkommen von Einwanderern aus der ganzen Welt leben hier, jedoch ist der starke britische Einfluß unverkennbar.

Die Bevölkerung von PEI beträgt etwas mehr als 135.000 Einwohner, die meisten schottischer Abstammung gefolgt von Nachkommen von englischen, irischen, französischen und deutschen Einwanderern.

Es gibt auch einige indigenen Bewohner, die zu der Gruppe der Mi’Kmaq-Indianer zählen.

Amtssprache ist Englisch. Die stärkste Religion ist die katholische Kirche, gefolgt von protestantischen Glaubensrichtungen. Charlottetown hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, man findet eine schöne Uferpromenade und einige Regierungsgebäude wie das Province House.

Hier gibt es ferner die Prince Edward Island University, die Charlottetown City Hall und das Confederation Center of Arts mit dem jeweils im Sommer stattfindenden Charlottetown Festival. Man findet außerdem zahlreiche sehenswerte Gebäude aus vergangener Zeit, wie etwa das Beaconsfield House, dass ein Museum beherbergt.

 

Heimat von Anne of Green Gables

In benachbarten Fischerdörfern kann man frischen Hummer oder Austern essen, für die PEI bekannt ist.

Besonders bekannt ist auch der Prince Edward Nationalpark, wo man zwischen einer lieblichen Landschaft auch mehr zur literarischen Hauptfigur der Insel findet: Anne of Green Gables.

Dieses Mädchen ist quasi die Pippi Langstrumpf der Angelsachsen und Lucy Maud Montgomery veröffentlichte das Buch 1908 und ist bis heute insbesondere im englischsprachigen Raum unvergessen.

Hier kann man ein Museum besuchen und auch Schauspieler treffen, die Anne und ihre Story vorspielen. Man trifft hier nicht nur Besucherinnen und Besucher aus Kanada, sondern auch aus den USA, Australien, Neuseeland und Großbritannien.

Wer die Bücher gelesen hat, wird hier einiges wieder erkennen und sich sofort wohl fühlen.

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