Yukon

Das Yukon ist ein Territorium von Kanada und wurde benannt nach dem Yukon River und grenzt im Westen an Alaska (USA), im Osten an die Nordwest-Territorien und im Süden an die Provinz British Columbia.

Mit 482.443 qkm ist es das kleinste Territorium des Landes. Nur knapp über 33.000 Bewohner besiedeln das Gebiet, die Hauptstadt ist Whitehorse.

yukon territorium
Willkommen im Abenteuerland „Yukon“

Klimatisch ist hier subarktisches Klima vorherrschend. Die Winter sind dementsprechend kalt und lang, die Sommer kurz. Im Norden herrscht Permafrost. Die Hälfte der eher geringen Niederschläge fällt als Schnee. Bei der Schneeschmelze entstehen durch die Gletscher zahlreiche Flüsse und Bäche, vor allem im Südwesten.

Die Landschaft ist geprägt von den Rocky Mountains, der höchste Berg ist der imposante Mount Logan mit 5.959 m Höhe. Das Territorium ist stark geprägt von weiten Nadelwäldern, der Norden weist allerdings Gletscher und arktische Tundra auf. Die Tierwelt beherbergt Grizzlybären, Bisons, Wapiti, Karibus, Elche, Hirsche, Vielfraße und Otter.

Man findet auch Weißkopfseeadler, Steinadler, Falken, Schneehühner sowie fischreiche Gewässer mit verschiedenen Lachs- und Forellenarten. Die Natur ist hier noch wirklich wild, bei Trekkingtouren sollte man dies beachten. Ebenso sollte man mit den unzähligen Stechmücken rechnen und sich entsprechend gegen diese schützen.

Seit dem 13. Juni 1898 ist das Yukon-Territorium ein Teil von Kanada. Auch im Yukon gibt es wie in den übrigen kanadischen Territorien einen hohen Anteil an Mitgliedern der First Nations, daneben leben hier auch einige Inuit und Métis.

Der Goldrausch lockte viele

Die übrigens Einwohner sind meist Nachkommen europäischer Herkunft. Lange Zeit war die Bevölkerungszahl starken Schwankungen unterworfen, denn der Goldrausch brachte in Schüben viele Menschen in das dünn besiedelte Gebiet.

Die meisten Bewohner sprechen Englisch, Französisch folgt mit weitem Abstand und wird von knapp 4% der Menschen als Muttersprache gesprochen. Weitere verbreitete Sprachen sind Deutsch, Chinesisch und verschiedene indigene athabaskische Sprachen

Seit 2003 hat das Yukon Territorium durch den Yukon Act zahlreiche Kompetenzen erhalten und heißt auch nur noch Yukon. Damit genießt es mehr Autonomie und kommt nahezu an den Status einer kanadischen Provinz heran.

Wirtschaftlich gibt es auch heute noch die Rohstoffgewinnung bei Gold, Silber, Zink und Molybdän. Landwirtschaft ist nur im geringen Umfang möglich, Fischfang und Holzwirtschaft sowie Tourismus sind erwähnenswert.

Whitehorse ist über einen Flughafen an andere Städte des Landes angebunden.

Sehenswürdigkeiten und Nationalparks

Hier gibt es einige Sehenswürdigkeiten wie das Flussschiff SS Klondike (historischer Raddampfer, der im Sommer für Besucher geöffnet ist), das Old Log Church Museum (Missions- und Kirchengeschichte), das Yukon Transport Museum (in der Nähe des Flughafens, es widmet sich der Verkehrstechnik mit lokalem Bezug) und das Yukon Beringia Interpretive Center (in der Nähe des Flughafens, es widmet sich der Geschichte der First Nations).

Wer sich für die Geschichte der Region interessiert, sollte das MacBride Museum besuchen. Es befindet sich in der Downtown von Whitehorse. Hier sieht man tausende Fotos und man erfährt allerhand zur Geschichte des Gebiets sowie zu den Themen First Nations, Naturgeschichte (mit der Wild World Gallery), Klondike-Goldrausch und Transport.

Auch die Royal Canadian Mounted Police und ihre wichtige Rolle für die nördlichen Gebiete Kanadas wird behandelt.

Sehenswert sind auch die Yukon Gardens, Takhini Hot Springs (natürliche, heiße Quellen am Stadtrand)und das Wildlife Preserve.

Internationalen Bekanntheitsgrad hat auch das Yukon International Storytelling Festival, wo die Kunst des Geschichtenerzählens der indigenen Völker vorgeführt wird. Hier treten nicht nur First Nations, Alaska Nations und Inuit auf, sondern auch Gäste aus Sibirien, Japan und der Mongolei.

Das Hundeschlittenrennen Yukon Quest startet in Whitehorse, ein bekanntes Musikevent ist auch das Frostbite Music Festival. Hin und wieder finden auch die Arktischen Winterspiele in dem Territorium statt, hier nehmen verschiedene Mannschaft aus kanadischen und russischen Gebieten sowie Grönland teil.

Weitere bekannte Siedlungen, allerdings deutlich kleiner als Whitehorse, sind Dawson City (mit dem Dawson City Museum an Historical Society sowie dem Dänojà Zho Cultural Centre), Watson Lake und Haines Junction.

Nationalparks im Yukon sind der Ivvavik-Nationalpark (im äußersten Norden, bekannt für die Karibuherden), der Kluane-Nationalpark (gut erschlossener Park zum Wandern und UNESCO Weltnaturerbe) und der Vuntut-Nationalpark (sehr naturbelassen, im äußersten Norden direkt angrenzend an den Ivvavik).

Insbesondere Naturfreunde werden in dem unberührten und wilden Yukon-Territorium voll auf ihre Kosten kommen.

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